Titel: Die Anarchie und das allgemeine Wahlrecht
AutorIn: Reclus, Elisée
Datum: 1882
Thema: Wahlen
Bemerkungen: Aus: "Wohlstand für Alle", 1. Jahrgang, Nr. 19, 20 (1908). Digitalisiert von der Anarchistischen Bibliothek und Archiv Wien. Nachbearbeitet (Scanungenauigkeiten entfernt, ae zu ä, That zu Tat usw.) von www.anarchismus.at.

Vorbemerkung. Unsere Leser seien besonders darauf aufmerksam, gemacht, daß nachfolgender Artikel eine teilweise wiedergegebene, bisher unveröffentlichte Rede unseres vor drei Jahren dahingeschiedenen, an Geist so großen Kameraden bildet, die er im Jahre 1882 in St. Etienne hielt. Diese Rede ist für uns sehr zeitgemäß in der gegenwärtigen Periode des Landtagswahlschwindels. Die Red.


Mancher wird behaupten, daß es Sozialisten und Sozialisten gebe. Dem Anschein nach gibt es deren auch verschiedene Arten, doch das ist eigentlich nur Täuschung. In Wahrheit bestehen nur zwei entgegengesetzte Prinzipien: das der Regierung und dasjenige der Anarchie, das der Autorität und das der Freiheit. Die Namen, die auf den verschiedenen Parteibannem geschrieben sind, haben keinen Zweck, denn wie wir unter den vermeintlichen Republikanern der Gegenwart kleine Diktatoren finden, à la Louis XIV., so sehen wir auch Anarchisten in allen revolutionären Bestrebungen. Die Herrschsüchtigen, die Politiker wollen — gleichviel wer an der Spitze des Staates steht, ob König, Konsul, Kaiser oder Präsident, ob ein Rat der Drei oder ein Rat der Zehn — die Macht in die Hände bekommen, um Belohnungen, Posten, Ehrentitel und Orden austeilen zu können, sie wollen Herren sein, damit alle Initiative von oben kommt.

Alle diese glauben mit einer übernatürlichen Macht begabt zu sein, um denken, wünschen und handeln zu können an Stelle und auf Rechnung der anderen. Sie alle verlangen Gehorsam für ihre Verfügungen und Gesetze und glauben sich unfehlbar, wie der Papst oder das antike und gottbegnadete Königtum. Seht euch doch eure Vertreter und die Vertreter eurer Vertreter, die Minister an! Lehnen sie nicht das imperative Mandat ab, als wäre es eine Beleidigung ihrer Würde? Haben sie nicht für sich selbst eine Rechtslage geschaffen, die sie außerhalb der Gesetze stellt, die für gewöhnliche Sterbliche Geltung haben? Sind sie nicht durch die Protektionen und Petitionen, durch die Ehren- und Postenverleihungen zu Komplizen der Mächtigen und Unterdrücker geworden?

Ämter, Verwaltungen und Gesetzformen sind dieselben geblieben; der Mechanismus hat sich nicht verändert, die Mechaniker erscheinen nur in anderem Anzug. Das Wort Republik ist sicher sehr erhaben, soll doch res publica die »öffentliche Sache« bedeuten und wird damit allen denen, die sich Republikaner nennen, der Schein gegeben, als seien sie vom Solidaritätsgeist erfüllt, als kämpften sie für eine allen gemeinsame Sache. Doch dieses Wort verliert seine wahre Bedeutung, sobald es von Regierungsmännern gebraucht wird, denn für diese bedeutet es nicht die Änderung eines Regimes, sondern nur den Wechsel von Regierungspersonen.

Andererseits sind alle revolutionären Akte durch ihr Wesen selbst anarchistischer Natur, gleichviel wessen Zwecken sie die- nen. Der Mensch, der der Ungerechtigkeit müde ist und sich in den Kampf wirft, um sein Recht zur Geltung zu bringen, wird in diesem Moment wenigstens sein eigener Herr; zu Verbündeten hat er dann Kameraden und nicht Vorgesetzte — er ist während der Kampfperiode frei. Von Zeit zu Zeit zeigt uns die Geschichte große Revolten, und wenn wir es versuchen, die verschiedenen Elemente auseinander zuscheiden, die sich darin vermengt finden, und ihren Anteil zu bestimmen, so sehen wir, daß den aktiven Anteil, also denjenigen, der allein zum Fortschritt der Menschheit beitrug, stets das anarchistische Element hatte, d.h. dasjenige Element, das der persönlichen Initiative folgte und nicht etwa Vorschriften von Vorgesetzten. Zu allen Zeiten hat die Autorität das Gewohnte aufrecht erhalten wollen, immer war erst die anarchistische Auflehnung dagegen nötig, um dem Volke, das zu ersticken drohte, Luft zu verschaffen.

Die ganze Geschichte ist nichts weiter als eine Reihe von Revolutionen, durch die sich das Individuum nach und nach aus der Sklaverei emporrafft, um nach Zerstörung des jeweilig bestehenden Staates sein eigener Herr werden zu wollen. Was kümmert es uns, daß die Geschichtsschreiber das Leben der Könige und der Fürsten, ihre Regierungsmaßnahmen und ihre Bemühungen, sich auf Kosten des Volkes zu bereichern, beschreiben. So würde ein Arzt die Geschichte eines Menschen durch die Geschichte seiner Krankheiten darzustellen versuchen. Die antike Devise der Revolutionäre, die sich von Jahrhundert zu Jahrhundert fortpflanzte und zu einer offiziellen Formel geworden ist, die jeglichen Sinn unter jedweder Regierung verliert, diese Formel: »Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit« oder vielmehr Solidarität, beweist, daß das Ideal der vergangenen Generationen instinktiv stets die Anarchie war.

Kann das Wort Freiheit einen Sinn haben, wenn es nicht die vollkommene Entwicklung des Individuums einschließt, so daß dieses die ganze Kraft, die volle Gesundheit und die körperliche Schönheit seiner Rasse erlangen kann, daß ihm sämtlicher Unterricht zuteil wird, nach dem sein Geist verlangt, daß ihm die freie Wahl jeder Beschäftigung offen steht, zu der es sich hingezogen fühlt? Und gleicherweise ist das Wort Gleichheit eine Lüge, wenn das Privateigentum und das Erbrecht bestehen bleibt, so daß industrielle Spekulationen und das Anwachsen der Regierungsmacht den Kontrast zwischen Reichtum und Armut erhöhen, indem die einen zu Entbehrungen, Krankheiten, ja sogar Lastern verdammt werden, während die anderen Wohlstand, Gesundheit und alle Errungenschaften von Wissenschaft und Kunst genießen. Schließlich kann auch brüderliche Solidarität nur zwischen Menschen herrschen, die nach freier Vereinbarung und gemäß ihren Fähigkeiten und Ansprüchen mit einander verbunden sind. Welche Solidarität kann zwischen Wolf und Lamm herrschen, zwischen Herr und Knecht bestehen?

Doch mancher wird einwenden, die Gesundung des sozialen Organismus sei eine Utopie. Die erhabenen Worte von Freiheit, Gleichheit und Solidarität seien nur dazu gut, auf öffentlichen Gebäuden — wie in Frankreich — zu prangen, sonst aber ohne praktische Nutzanwendung. Und die Armen an Geist, wie auch die gar zu Pfiffigen, finden sich mit der gegenwärtigen Situation, so schlecht sie auch sein mag, ab, als wenn die Welt für immer so bleiben würde.

Kann denn überhaupt jemand behaupten, daß diese Gesellschaft einen wirklichen Bestand habe, daß sie unverändert weiter bestehen wird? Ist eine solche Gesellschaft lebensfähig, in der mehr als neun Zehntel der Individuen zu einem vorzeitigen Tode verurteilt sind durch Mangel an Mitteln, durch Mangel an Eintracht; eine Gesellschaft, in der die Interessen so geteilt sind, daß eine gute Bodenkultur, eine wirklich wissenschaftliche Ausnützung seiner Produkte unmöglich ist, eine Gesellschaft, in der fast die Hälfte der Produktion durch die unordentliche Verteilung verloren geht; wo die Fabrikanten durch den Wettkampf der Konkurrenz gezwungen sind, ihre Produkte zu fälschen, wovon selbst Lebensmittel nicht ausgeschlossen sind; wo Tausende von Frauen nur die Wahl zwischen Selbstmord oder Prostitution offensteht; wo Kampf und Unordnung, mit dem bürgerlichen, dummen Gemeinplatz »Anarchie« bezeichnet, an der Tagesordnung sind.

Glücklicherweise bringt die wahre Anarchie, das ist die Vereinigung von freien Individuen und Assoziationen, die Anfänge von Heilung und Erneuerung in diesen kranken Organismus. Gegen die göttliche Autorität, deren irdische Vertreter die Pfaffen zu sein vorgeben, gehen die freien Geister mit der Kritik vor und befreien sich von der blöden Furcht vor der Hölle und dem blinden Glauben an ein Paradies. Gegen die Heiligkeit, die das Königtum und die Regierungen in den traditionellen Glorienschein einhüllte, ist das Volk von Revolution zu Revolution geschritten und hat seinen Herrschern manche Freiheit abzuringen gewußt, sowie die Anerkennung des Volkswillens. Sogar in der Familie, in der der Ehemann und Vater eine Zeit lang absolutes Oberhaupt war, haben sich Frau und Kinder zu einer persönlichen Freiheit aufzuschwingen gewußt, die von dem Gesetz noch verneint wird, die jedoch die öffentliche Meinung schon anzuerkennen beginnt. So hat sich auch die Sprache gegenüber der Pedanterie der Katedergelehrten zu entwickeln und zu erneuern verstanden, so hat sich die Wissenschaft trotz offizieller Fesseln zu freien Auffassungen und Fortschritten aufgeschwungen, so hat sich auch die Kunst immer weitere Gebiete eröffnet.

Immer wieder lebt damit die antike Legende von der wunderbaren Frucht vom Baume der Erkenntnis auf, der Erkenntnis des Guten und Bösen. Die Priester lehren, daß alles Böse durch diese Frucht in die Welt gekommen sei; wir Revolutionäre behaupten dagegen, daß alles Gute die Frucht der Erkenntnis sei.

Ohne den Geist der Rebellion wären wir rohe Tiere geblieben, die auf die schmale Kost des irdischen Jammertals angewiesen wären. Jeder Fortschritt, alles Leben auf der Erde ist die Frucht ständiger Rebellion gewesen. Isolierte Rebellen sind dem Tode geweiht, doch geht ihr Beispiel nicht verloren, denn andere Unzufriedene erheben sich nach ihnen, verständigen sich untereinander und gehen Schritt um Schritt zum Siege weiter.

Nun gibt es aber noch eine Masse Menschen, die glauben oder zu glauben vorgeben, daß das Buch der Revolutionen für immer durch das Kapitel abgeschlossen ist, das man das allgemeine Wahlrecht nennt. Das Sicherheitsventil sei durch dies Stimmrecht geschaffen, das die französische provisorische Regierung vor 30 Jahren bewilligte.

Die braven, guten Franzosen können sich auf ihr Stimmrecht etwas einbilden; haben sie ja jetzt das Recht, sich ihre Herren, diese kleinen "Zaunkönige, selbst zu wählen; haben sie ja jetzt das Recht, sich an einem Tage frei zu glauben, um sich jahrelang wieder regieren zu lassen. Trotz der Wahlen beschließt die Regierung wie früher über das Wohl und Wehe der Untertanen, über Krieg und Frieden; trotz der Wahlen bleiben Millionen von Entrechteten in den Fängen des Elends, bleiben Millionen von Arbeitern in den Fängen des Kapitals, das sie in seinen Fabriken und Werkstätten niederhält; trotz der Wahlen lastet auf allen gleich schwer die Unsicherheit des morgigen Tages. Das allgemeine Wahlrecht hat es nach 30jähriger Betätigung nicht verhindern können, daß die Arbeit der großen Menge auch weiter dem Nutzen der Kapitalisten dient, daß der Mehrertrag den Drohnen der Gesellschaft zufällt. Das allgemeine Wahlrecht hat es bestehen lassen, daß Kaufleute mit falschen Gewichten handeln, daß Advokaten gleicherweise Recht und Unrecht verteidigen - solange sie bezahlt werden.

Das sichtbarste Ergebnis der Reform des Wahlrechts, das aus dem beschränkten zum sogenannten allgemeinen wurde, war, daß die Zahl der Politiker, die sich aus dem Reden einen Beruf machen, vermehrt wurde, daß diese erst um die Gunst der Wähler buhlen, um sich dann, wenn sie gewählt sind, an die Mächtigen der Erde zu wenden und von diesen Titel, arbeitslose Einkommen und Pensionen zu erbetteln. Der Aristokratie der Geburt und der Aristokratie des Geldsacks entsteht ein neuer Genosse — die Aristokratie der Phrase.

Sicher befinden sich unter den Kandidaten auch gutgesinnte Männer, die fest entschlossen sind, von dem Programm nicht abzuweichen, das sie während der Wahlkampagne entwickelt haben; doch so gut sie auch gesinnt sein mögen, den Tag nach den Wahlen befinden sie sich in ganz anderen Verhältnissen. Sie bilden dann bereits eine privilegierte Klasse, trotz ihrer selbst sind sie Männer des Privilegs geworden. Von ihren Mitbürgern mit dem »Recht« betraut, alles zu wissen und über alles zu entscheiden, bilden sie sich nun wirklich ein, in allen Fragen kompetent zu sein; ihr Wissen ist, so meinen sie, universal geworden; zu gleicher Zeit sind sie Gelehrte, Techniker, Industrielle, Kaufleute, Generäle, Admiräle, Diplomaten und Administratoren, und das ganze Leben der Nation muß in ihrem Gehirn ausgearbeitet werden. Wo ist ein so starkes Individuum, das dieser Vergötterung seiner Wähler zu widerstehen vermöchte?

Als Erbe des Königtums bekommt der Abgeordnete auch noch das höchste Bestimmungsrecht über alle Dinge zugewiesen, was Wunder, wenn ihn nun der Schwindel der Macht überkommt; die nötigen Verhältnisse in Betracht ziehend, legt er seine Einfälle in Gesetze fest, umgibt sich mit einem Hof von Anbetern und Schafft sich Interessen oder geratet in einen Interessenkreis, der demjenigen der Menge, die er vertritt, direkt entgegengesetzt ist.

Bis jetzt hat die Aufgabe der Wähler nur darin bestanden, die Feinde auszuscheiden, die sich vor den Wahlen noch Freunde und sogar Verfechter der sozialen Idee nannten. Ist es notwendig, daß diese Idiotenarbeit immer und immer wieder vorgenommen wird, ein Faß ohne Boden zu füllen oder einen Stein hinaufzuwälzen, der immerfort auf uns zurückfällt? Ist es nicht besser, sich unserer eigenen sozialen Arbeit hinzugeben, aus uns selbst heraus eine Gesellschaft ohne privilegierte Vertreter zu bilden, eine Gesellschaft freier und gleicher Menschen?

Um ihre Anteilnahme an den Wahlen zu rechtfertigen, geben manche revolutionäre demokratische Sozialisten vor, keinen anderen Zweck zu verfolgen, als die Gelegenheit zur Propaganda der Ideen auszunützen; da die Leidenschaften während der Wahlen besonders erhitzt sind, glauben sie, auf die Geister energischer einwirken zu können, um desto mehr Anhänger für die revolutionäre Idee zu gewinnen. Doch lenkt die Wahl selbst diese Leidenschaften nicht ab? Ist das Interesse, mit dem eine Wahl verfolgt wird, nicht dem Interesse eines Spielers gleich? Das Wettlaufen der Kandidaten vor den Wahlen gleicht doch auf ein Haar dem Wettrennen der Pferde auf dem Turf. Man interessiert sich zu erfahren, wer um eine Länge, wer um eine halbe Länge gesiegt hat; und wenn sich die niedere Aufregung der Zuschauer gelegt hat, so ist auch die ganze Angelegenheit für ein Jahr oder mehrere Jahre erledigt, und man legt sich auf die Bärenhaut, als wenn die wahre Sache nicht noch erst zu machen wäre.

Die Wahlen dienen somit keinem anderen Zweck, als die Revolutionäre auf einen falschen Weg zu leiten und ihre Kräfte nutzlos zu vergeuden. Wir Anarchisten verhalten uns dazu immer gleich, einer wie der andere. Wir wissen, daß die Autorität stets nachteilige Folgen hat für den, der sie ausübt, sowie für den, der sich ihr beugt; wir würden uns entehrt fühlen, wollten wir uns als freiempfindende Menschen dazu hergeben, in ein Joch irgend einer Macht zu gehen. Lassen wir diese entwürdigende Beschäftigung den Menschen, die noch kein Selbstbewußtsein haben und noch gewohnt sind, ihre Rücken zu beugen.

Andererseits haben wir auch keinen Grund, uns einer Gesellschaft zu fügen, die nicht die unsrige ist. Man mag noch so viel gegen uns reden, daß die Einrichtung einer anarchistischen Gesellschaft unmöglich sei, diese Möglichkeit einer anarchistischen Gesellschaft existiert für uns: Wir befinden uns auf dem Wege zu ihr, indem wir beweisen, daß eine anarchistische ideale Bewegung möglich ist. Trotz der feindlichen Haltung der bourgeoisen und kapitalistischen Gesellschaft bilden sich dennoch überall anarchistische Gruppen. Sie haben weder Präsidenten noch Delegierte; in ihrem Kreise ist die Frauenfrage gelöst, der Frau werden die gleichen Rechte eingeräumt wie dem Manne, dem Ausländer dieselben wie dem Mitbürger; alle diese von der Gesellschaft und vom Gesetz vorgeschriebenen Beschränkungen sind für uns nicht maßgebend. Jeder nimmt an dem Leben unserer Bewegung den Anteil, der seinen Fähigkeiten entspricht, arbeitet gemäß seinen Kräften, ohne einen erhöhten Lohn für besondere Leistungen zu verlangen. Und während die herrschenden Klassen kein anderes Beispiel bieten können, als die Sucht nach möglichst hoher Ausbeutung anderer Menschen, sind in den beherrschten Klassen schon Keime jener Zukunftsgesellschaft sichtbar, die weder Thron noch Altar kennen wird. Das ist die Kraft des wahren Fortschrittes, denn da ist Arbeit und Solidarität! Doch genügt es nicht, die Kraft zu besitzen, man muß auch Vertrauen auf seine Kraft haben und sie anzuwenden wissen, denn bis jetzt sind Revolutionen größtenteils nur vom blinden Instinkt geleitet worden.

Das ist es, Kameraden, was ich euch vor allem zu sagen wünschte: Bereitet euch vor zu dem großen Kampf der vollständigen Befreiung!